IG Metall Delegiertenversammlung beschließt Resolution

Die Delegiertenversammlung der IG Metall Köln-Leverkusen beschließt am 26.11.2012 folgende Resolution:

Der unverhältnismäßige Übergriff von einzelnen Demonstranten darf nicht zum Anlass genommen werden, berechtigten Protest gegen die Schließung des Genker Werkes mit dem Einsatz von 400 Polizisten und einer Einkesselung zu entgegnen. Wir sichern den Genker Kolleginnen und Kollegen unsere uneingeschränkte Solidarität gegen den Bruch der Vereinbarung und die Schließung des Werkes zu.

Hintergrund:
Etwa 170 Kolleginnen und Kollegen aus den Genker Ford-Werken kamen am 6.11.2012 nach Köln um vor der Europazentrale ihrem Ärger über die angekündigte Schließung ihres Werkes Ende 2014 Luft zu machen. Unser Kollege Dieter Hinkelmann, Vorsitzender des Europäischen Betriebsrates von Ford sprach auf dem Werksgelände zu den belgischen Ford Kollegen und versicherte die uneingeschränkte Solidarität der Ford Belegschaft. Der Euro Betriebsrat versicherte zudem den belgischen Kolleginnen und Kollegen alle mögliche Unterstützung bei ihren weiteren Verhandlungen zum Erhalt des Standortes in Genk zu.“

Nach Ausschreitungen wurde die Genker Kolleginnen und Kollegen von der Polizei festgehalten. Betriebsräte und Vertrauensleute von Ford haben die belgischen Kollegen mit Getränken und Essen versorgt. Betriebsrat und Gewerkschaft haben sich nachdrücklich bei der Einsatzleitung und Staatsanwaltschaft für eine Deeskalation der Situation eingesetzt.

Am Sonntag, 11.11.2012 rief die Stadt Genk und die drei Gewerkschaften zum Aktionstag „Marsch für die Zukunft“ auf. Diesen Aktionstag haben wir mit 700 Kolleginnen und Kollegen aus Köln unterstützt um unsere Solidarität und Unterstützung zum Ausdruck zu bringen. Die belgischen Kolleginnen und Kollegen haben sich für unsere Unterstützung herzlichst bedankt.

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