Ford Werker aus Belgien in Köln

Ford Werker aus Belgien machen ihrer Wut über die angekündigte Werkschließung vor dem Werkstor in Köln Luft

Etwa 170 Beschäftigte des Ford Werkes im belgischen Genk besuchten am heutigen Vormittag die Europazentrale von Ford in Köln um ihrem Ärger über die angekündigte Schließung ihres Werkes Ende 2014 Luft zu machen. Dieter Hinkelmann, Vorsitzender des Europäischen Betriebsrates von Ford sprach zu den belgischen Ford Kollegen und versicherte die uneingeschränkte Solidarität der Ford Belegschaft. Er sagte: „Der Schock sitzt auch hier tief. Auch in der Kölner Belegschaft wird besorgt die Frage gestellt, ob man sich auf Aussagen und Unterschriften dieses Managements verlassen kann. Die belgischen Kollegen haben in den letzten Jahren eine hervorragende Arbeit geleistet und erhebliche Zugeständnisse gemacht um ihren Standort langfristig zu sichern. Wir haben in den letzten Jahren mehrfach und nachdrücklich den Aufbau von Kapazitäten von Europa kritisiert. Die dadurch entstandenen Überkapazitäten sind hausgemacht. Wir kritisieren deshalb nachdrücklich die angekündigte Schließung des Genker Standortes.“

Die IG Metall Köln und die IGM Vertrauensleute von Ford rufen deshalb zur Beteiligung an dem Aktionstag in Genk auf. Am Sonntag, dem 11.11.2012 findet in Genk ein „Marsch für die Zukunft“ statt.
„Sicherung der Standorte und Arbeitsplätze ist unser gemeinsames Anliegen in Europa“, erklärt Witich Roßmann, I. Bevollmächtigter der IG Metall Köln.

Betriebsräte und Vertrauensleute von Ford haben die belgischen Kollegen, die von einem großen Polizeiaufgebot festgehalten werden, mit Getränken und Essen versorgt. Betriebsrat und Gewerkschaft haben sich nachdrücklich bei der Einsatzleitung und Staatsanwaltschaft für eine Deeskalation der Situation eingesetzt.

Der zur Zeit in Köln tagende Europa Betriebsrat der Ford Werke wird sich intensiv mit der Strategie des Ford Konzerns in Europa auseinandersetzen.

Der Euro Betriebsrat versichert den belgischen Kollegen alle mögliche Unterstützung bei ihren weiteren Verhandlungen zum Erhalt des Standortes in Genk zu.

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