Eine Belegschaft, ein Ziel – Fiesta in Köln

Kolleginnen und Kollegen,

vielen Dank für die Unterstützung von 10.000 Kolleginnen und Kollegen am Freitag in 3 Aktionen (13 Uhr Niehl, 13 Uhr im Industriepark, 14 Uhr in PD mit FCSD). Wir haben in einer ersten Aktion bewiesen, dass die Belegschaft hinter dem IG Metall Betriebsrat und der Forderung nach dem Erhalt der Fahrzeugproduktion in Köln steht. Der erste Schritt von uns ist gemacht. Wir halten euch auf dem laufenden.

Anbei findet ihr eine kurze Presseerklärung.

„BR Informationsveranstaltung“ am 14.02.2014 in Niehl und Merkenich

Aus Liebe zum Fiesta – Aus Liebe zu Köln

In der Betriebsversammlung im Dezember 2013 hat der Vorsitzende der Geschäftsführung Bernhard Mattes allen Beschäftigten eröffnet, dass der Fiesta-Nachfolger in Köln in Frage gestellt wird.

Er sagte, der nächste Fiesta werde nur dann in Köln gebaut, wenn er Gewinn abwerfe. Konkret bedeutet dies: Die bestehende Differenz in den Fertigungskosten zwischen Köln und anderen potentiellen Werken muss geschlossen werden. Eine reine Betrachtung der Fertigungskosten ist aus Sicht des Betriebsrates nicht der richtige Ansatz, weil die „indirekten“ Bereiche, wie IT, Einkauf, Outsourcing, Managementkosten – um an dieser Stelle nur einige zu nennen – weitaus größere Einsparungspotentiale bieten.

Der Betriebsrat wird auf der werksweiten Betriebsratsinformationsveranstaltung am 14.02.2014 die Belegschaft über den aktuellen Status informieren. Gleichzeitig wird von der Veranstaltung eine deutliche Botschaft an die Geschäftsführung ausgehen.

Die gesamte Belegschaft fordert den Erhalt der Fiesta-Fertigung in Köln!

Die Werke in Genk, Southampton und Dagenham wurden geschlossen, ohne den Betriebsräten und Gewerkschaften eine echte Chance zur Rettung der Standorte zu geben. So etwas werden wir nicht zulassen! Der Betriebsrat erwartet eine klare Zusage: Wenn die Berechnungen ergeben, dass wir den Fiesta in Köln konkurrenzfähig produzieren können, dann muss er auch hier gebaut werden!

Unsere Forderung ist es, in Arbeitsgruppen die gesamten Kosten des Standortes zu analysieren und notwendige Korrekturen einzuleiten.

Erst dann ist der Betriebsrat bereit über mögliche Zugeständnisse der Belegschaft nachzudenken.

 

Martin Hennig fordert:
Unsere Arbeitskosten in Köln sind nicht das Problem, wie auch der Harbour Report 2013 deutlich zeigt. Das Kölner Werk ist weiterhin das effizienteste Automobilwerk der Welt. In keinem anderen Automobilwerk (egal welchen Herstellers) läuft ein Auto effizienter und schneller vom Band als in Köln. Weil wir hier in Köln so flexibel sind, ist es uns aktuell möglich, auf die hohe Nachfrage des Fiestas zu reagieren. Neben einer Erhöhung der Tagesbaurate auf 1760 Fiesta/Tag, arbeiten wir im Februar zusätzlich an drei Samstagen.

Der Betriebsrat ist der festen Überzeugung, dass wir diesen Weg gemeinsam schaffen können. Dies geht aber nur, wenn die Konzernspitze in den USA bereit ist, mit uns in einen offenen, fairen und transparenten Verhandlungsprozess einzutreten.

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