Batterien in der Praxis: Mobil, Zuhause und im Unternehmen

Die Lithium-Ionen-Batterie (LIB) steht im Fokus der Anwendung für den heimischen Energiespeicher, die Nutzung als Traktionsbatterie und auch für das Energiemanagement im Unternehmen. Dazu werden zunächst der Stand der Technik der LIB erläutert und auf die (nicht immer ausreichend erfüllten) Qualitätsanforderungen in der Produktion eingegangen. Während der Eigenheimbesitzer diese Batterien stationär als Zwischenspeicher für Photovoltaikstrom nutzen möchte, erwartet der Elektrofahrer haltbare, ausdauernde und kostengünstige Batterien für sein Fahrzeug. Und in der Industrie eröffnen sich neue Wege im Energiemanagement, wenn dort Batterien Lastspitzen abfangen und den Fuhrpark aufladen.

 

Referent:

Prof. Dr.-Ing. Dipl. Wirt.-Ing. Thorsten Schneiders

Professor für Energiespeicherung, Leiter des Virtuellen Instituts „Smart Energy“, Leiter des Projektbüros „SmartHome Rösrath“

 

 

 

Ort: DGB-Haus (Erdgeschoss), Hans-Böckler-Platz 1, 50672 Köln
Parken am günstigsten in den Straßen „Venloer Wall“ oder „Ludolf-Camphausen-Straße“.

Zeit: Donnerstag, 18.01. 2018 um 17:00 Uhr (bis ca. 19 Uhr)

Die Veranstaltung ist offen für Mitglieder und Nicht-Mitglieder der IG Metall. Bitte melde dich vorher mit einer kurzen Mail bei monika.ruzic@igmetall.de an.

Beschäftigtenbefragung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wie in 2013 wollen wir als Gewerkschaft eine Beschäftigtenbefragung durchführen. Auch diesmal haben wir das Ziel über 10.000 Rückmeldungen online oder per Brief zu bekommen. Für jedes Feedback bekommen wir 1 € als Spende für eine soziales Projekt. Diese stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Beim Online-Fragebogen bitte nur unseren Link benutzen, das wir am Ende der Befragung ein ausführliche Auswertung für Ford bekommen.

Was wird gefragt?
Erster Schwerpunkt ist das Thema Arbeitszeit. Der zweite Schwerpunkt sind allgemeine politische Themen und natürlich eure Rahmendaten.

https://www.ntgt.de/a/s.aspx?s=285921X55675579X18536

Mit freundlichen Grüßen

Benjamin Gruschka

IG Metall Faktenblätter zur Bundestagswahl

IG Metall Faktenblätter zur Bundestagswahl: 1- Stopp der Vermittlung in Leiharbeits- und Befristungsketten

 

 

 

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wie die letzten Jahre stellen wir als IG Metall Forderungen an die Parteien zur Bundestagswahl. Hierfür haben wir im IG Metall Vorstand 18 Faktenblätter erstellt. Diese sind nicht allumfassend, stellt aber unsere gewerkschaftlichen Kernforderungen dar. Diese Faktenblätter wurden den einzelnen Parteien in gesonderten Veranstaltungen vorgestellt.

Deshalb wollen wir, ab heute, jede Woche (18 Wochen lang) ein Thema euch näher bringen. Diese könnt ihr natürlich gerne auch an weitere Kolleginnen und Kollegen weitergeben.

Thema 1: Stopp der Vermittlung in Leiharbeits- und Befristungsketten: sachgrundlose Befristung abschaffen, Erhalt und Ausbau des Qualifikationsniveaus ist wichtiger als schnelle Vermittlung (neue Zumutbarkeitsregeln)

Die Digitalisierung der Produkte und Prozesse, Klima- und Umweltschutz, Globalisierung, demografische Entwicklung und vielfältige Lebensentwürfe der Beschäftigten bestimmen und beschleunigen den Transformationsprozess von Gesellschaft und Arbeitswelt. Zurzeit ist die Arbeitswelt von zunehmender Ungleichheit, Unsicherheit und wachsender Fremdbestimmung geprägt. Gesellschaftlicher Zusammenhalt verlangt aber, dass die Transformation in die Arbeitswelt 4.0 für alle verlässliche Perspektiven und gute Arbeit beinhaltet.

Viele Menschen glauben nicht mehr daran, dass sie auch in Zukunft einen sicheren Arbeitsplatz haben werden. Sie brauchen Perspektiven gegen Abstiegsangst. Wir wollen sichere, gerechte und selbstbestimmte Arbeit für alle. Menschen müssen gefördert und dürfen nicht länger abgeschrieben werden. Soll dies gelingen, darf der Weg aus Arbeitslosigkeit in Beschäftigung nicht, wie heute so oft, in einem unsicheren und schlecht bezahlten Job und besonders häufig in Leiharbeit (knapp 20 Prozent) enden. Die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverhältnissen ufert immer weiter aus. Die Zumutbarkeitskriterien wurden drastisch verschärft. Der große Niedriglohnbereich und unsichere Beschäftigung sind das Ergebnis eines jahrzehntelangen Abbaus von Arbeitnehmerrechten, auch wenn
diese Entwicklung durch Mindestlohn, Tarifautonomiestärkungsgesetz und Regulierung von Leiharbeit und Werkverträgen zuletzt in Ansätzen wieder korrigiert wurde.

Die IG Metall fordert:

  • die Vermittlung in gute Arbeit statt in Leiharbeits- und Befristungsketten wieder zum Leitbild der Arbeitsförderung zu machen.
  • Eingliederungszuschüsse zur Förderung der Einstellung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit Vermittlungshemmnissen dürfen nicht mehr an Zeitarbeitsunternehmen gewährt werden.
  • die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung. Sie unterläuft den Kündigungsschutz und zwingt insbesondere Jugendliche in Befristungsketten.
  • eine neue Arbeitsmarktpolitik: der Erhalt und Ausbau von Qualifikationen müssen Vorrang vor schneller Vermittlung haben.
  • die Zumutbarkeitskriterien müssen den Erhalt von Qualifikationen und des beruflichen Status gewährleisten.

Umsetzung:
Von der nächsten Bundesregierung sind § 1 und § 140 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch (SGB III) zu ändern. Außerdem ist darauf hinzuwirken, dass die Bundesagentur für Arbeit ihre Grundsätze der Arbeitsvermittlung und ihre internen Zielvorgaben den wirtschaftlichen und betrieblichen Herausforderungen anpasst. Die Vermittlungspraxis der Bundesagentur für Arbeit (BA) sollte sich vom Credo der Agenda 2010 endgültig lösen, dass jede Arbeit besser sei als keine. In diesem Sinne kann die BA die Indikatoren ihres internen Zielsystems verändern. Vermittlung muss dann höher bewertet werden, wenn ein vermittelter früherer Arbeitsloser mindestens zwölf Monate auf seiner neuen Stelle bleibt. Um sachgrundlose Befristungen abzuschaffen, fordern wir von der nächsten Bundesregierung, § 14, Absatz 2, 2a und 3 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes zu streichen. Zur besseren Verbindung von Eingliederung und Qualifizierung bieten sich einer neuen Bundesregierung verschiedene Möglichkeiten. So könnte die Eingliederungsbilanz nach § 11 SGB III zu einer Eingliederungs- und Qualifizierungsbilanz umgewandelt werden. Im § 1 SGB III können die Ziele der Arbeitsförderung und durch eine Änderung von § 3 SGB III Leistungen anders gefasst werden – im Sinne einer ausdrücklichen Erweiterung um Bildung als zentrales Ziel.

Mit freundlichen Grüßen

Benjamin Gruschka

IG Metall Vertrauenskörperleiter Ford-Werke Köln