Arbeitgeber sind jetzt am Zug

In vielen Holz- und Kunststoffbetrieben ruhte am Montag und Dienstag für mehrere Stunden die Arbeit. Insgesamt 9800 Beschäftigte machten in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Westfalen-Lippe mit Warnstreiks Druck auf die laufenden Tarifverhandlungen. Heute startet die dritte Runde im südwestlichen Böblingen. Der Ball liegt jetzt bei den Arbeitgebern. Von ihnen erwartet die IG Metall endlich ein seriöses Angebot.
Vor der dritten Verhandlungsrunde haben die Holz- und Kunststoffbeschäftigten mit Warnstreiks und Aktionen Druck auf die Arbeitgeber gemacht. Insgesamt legten 9800 Warnstreikende in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Westfalen-Lippe für mehrere Stunden die Arbeit nieder. Heute startet die dritte Verhandlung im südwestlichen Böblingen.

Die Arbeitgeber hatten in der zweiten Runde die Beschäftigten mit ihrem mickrigen Angebot provoziert. „Ein neues, deutlich verbessertes Angebot muss her“, erklärte Sabine Zach, die die Verhandlungen für die IG Metall in Baden-Württemberg führt. „Mit dem vorliegenden Angebot sind sie meilenweit von den absolut berechtigten Erwartungen der Beschäftigten entfernt. Auf dieser Basis lässt sich der Tarifkonflikt nicht lösen“, erklärte Zach weiter.

Mit Warnstreiks und Aktionen Forderung bekräftigt
Die IG Metall fordert für die Arbeitnehmer in der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie rückwirkend ab 1. Januar 2013 ein Plus von fünf Prozent. Die Auszubildenden sollen 60 Euro mehr bekommen.

Warnstreikende bei de Firma Rauch in Tauberbischofsheim

In Baden-Württemberg waren am Montag und Dienstag insgesamt rund 5300 Warnstreikende für ihre Forderung auf den Beinen. Wie bei der Firma Rauch in Tauberbischofsheim zogen die Beschäftigten – trotz Schmuddelwetter – vor die Betriebstore.

Warnstreikende bei der Wiemann in Georgsmarienhütte

Sehr früh ging es los in Georgsmarienhütte. Dort startete die Belegschaft von Wiemann bereits schon um 5.45 Uhr mit ihrem Warnstreik. In Niedersachsen legten an den beiden Warnstreiktagen fast 2000 Beschäftigte die Arbeit für ein paar Stunden nieder. IG Metall mit Arbeitgeber kommen dort zum dritten Mal am 25. Februar in Hannover zusammen.

Warnstreikende der Firma Hülsta in Stadtlohn

In Westfalen-Lippe folgten insgesamt rund 2600 Beschäftigte dem Warnstreikaufruf der IG Metall. Auch die Beschäftigten der Firma Hülsta in Stadtlohn waren dabei und beteiligten sich an der IG Metall-Kundgebung in Bochum. Die dritte Verhandlung in Westfalen-Lippe ist am 27. Februar in Herford.

Quelle: IG Metall
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