1. Mai 2015

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in diesem Jahr hat der 1. Mai ein ganz besonderes Jubiläum:
Seit 125 Jahren demonstrieren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der ganzen Welt für Arbeitszeitverkürzung und Arbeitnehmerrechte.

Der internationale Pariser Arbeiterkongress hat 1899 beschlossen, dass alle Arbeitnehmer an einem einheitlichen Tag in allen Ländern unseres Globus gemeinsam für gute Arbeit und ein gutes Leben auf die Straße gehen. Der internationale Pariser Arbeiterkongress forderte damals den 8-Stunden-Tag: Das war damals eine radikale Utopie, denn die Realität waren Arbeitszeiten von 6.00 bis 18.00 Uhr. Mit vielen Streiks und Tarifverhandlungen konnten seitdem nach und nach die Arbeitszeiten verkürzt und humanisiert werden. 9 ½ Stunden waren es vor dem Ersten Weltkrieg. In der Novemberrevolution in Deutschland 1918/19 konnte der 8 Stundentag an 6 Wochentagen durchgesetzt werden. In den 50er/60er Jahren wurde für das Motto: „Samstags gehört Vati mir“ für die Fünftagewoche gestreikt. 1963 wurde in Baden-Württemberg gestreikt, die Arbeitgeber sperrten die Streikenden aus. 1978/79 setzen im 26-tägigen Streik die Stahlarbeiter den 30-tägigen (6 Wochen) Urlaub durch. Und 1984 erkämpfte die IG Metall die 35-Stunden-Woche mit mehrwöchigen Streiks und gegen die Aussperrungen der Arbeitgeber.

Unsere heutigen Arbeitszeiten sind nicht vom Himmel gefallen. Und der 1. Mai hat einen besonderen Stellenwert: Es ist der einzige Tag, an dem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in aller Welt für ihre Rechte eintreten.

Wie die letzten Jahre auch, werden wir uns um 11:30 am Hans-Böckler-Platz (IG Metall Verwaltungsstelle) aufstellen und um 12 Uhr losgehen. Gegen 13 Uhr beginnt dann die Kundgebung auf dem Heumarkt mit A. Kossiski (Vorsitz DGB Köln) und Bernadette Ségol (Generalsekretärin des Europäischen Gewerkschaftsbundes). Die europäische Solidarität gegen die Krise und Sparpolitik werden in ihrer Rede eine besondere Rolle spielen. Ab 14 Uhr beginnt dann auf dem Heumarkt das Kultur- und Familienfest.

Ich seid alle herzlich eingeladen, bringt alle mit die Interesse. Bis Freitag, wir sehen uns…

Benjamin Gruschka

IG Metall Vertrauenskörperleiter Ford-Werke Köln

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